Wie baut man eine U-Space-Leitstelle? Wir entwickeln sie.
Der Luftraum für Drohnen wird digital und jemand muss ihn sicher koordinieren. Genau hier setzt unser Projekt UAS-L-USSP HB an: In Bremen bauen wir ein prototypisches System für einen künftigen U-Space Service Provider (USSP) auf. Ziel ist es, die UAS-Leitstelle Bremen zur Zertifizierungsreife zu führen und die sichere Integration unbemannter Luftfahrzeuge gemäß den EU-Verordnungen 2019/945, 2019/947 und 2021/664 in den bestehenden Luftverkehr zu ermöglichen.
Kern des Vorhabens ist die Umsetzung aller sechs U-Space-Dienste: Netzidentifizierung, Geosensibilisierung, Fluggenehmigung inklusive „strategic deconfliction”, Verkehrsinformation, Konformitätsüberwachung und Wetterinformation. Dafür verarbeiten wir Verkehrsdaten (u. a. ADS-B, FLARM, Mode-C/S) und Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes in automatisierten Entscheidungsabläufen mit einem besonderen Fokus auf dynamische Risikobewertung und die frühzeitige Erkennung möglicher Konflikte. Entwickelt wird die Leitstelle in unserem eigenen Green-IT-Rechenzentrum.
Erprobt wird das System zunächst in einer Simulationsumgebung und anschließend in einer realitätsnahen Beispielmission. Unter anderem am Offshore Drone Campus Cuxhaven, wo das Fraunhofer IFAM als Modellkunde mit Offshore-Fokus praxisnahe Anforderungen einbringt. So legen wir als künftiger USSP das Fundament für einen automatisierten, skalierbaren Drohnenbetrieb. Für Anwendungen in Logistik, Inspektion und bei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).
Das Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union und gefördert von der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation und BAB – Bremer Aufbau-Bank.