Kategorie: Nachhaltigkeit

Postwachstum

Die heutige Wirtschaft ist bestimmt von einem Streben nach Wachstum. Mehr Kunden, mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter, das ist das Ziel. Allerdings gibt es auch einen anderen Weg. Dieser Weg ist in der aktuellen Zeit besonders relevant, da rasantes Firmenwachstum die Umwelt belastet und nachhaltiges Handeln Firmen profitabler machen kann. 

Hinter dem alternativen Wirtschaftsmodell “Postwachstumsökonomie” steckt die Grundidee, dass die Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren soll. Der aktuelle Wettkampf in der Wirtschaft, bei dem es nur noch um Schneller, Höher und Weiter geht, lässt die natürlichen Ressourcen dahinschwinden. Bereits 1972 wurde vom “Club of Rome” vor den Folgen des ungebremsten Wirtschaftswachstums gewarnt. Der Weg zum Postwachstum kann schon mit kleinen Schritten beginnen. Beispielsweise kann die Reduzierung des Outputs zu einer Verbesserung der Qualität führen. Bestimmte Produkte und Dienstleistungen sollten weniger angeboten werden, dafür aber in höherer Qualität. 

Der Vorteil ist, dass dann auch höhere Preise aufgerufen werden können. Außerdem sollte die fossile Mobilität begrenzt und der Aktionsradius eingeschränkt werden. Lieferketten können so angepasst werden, dass beim Transport von Güter möglichst wenig CO2 ausgestoßen wird. Allgemein sollten geschäftlichen Aktivitäten regional beschränkt werden. Dies stärkt die Identifikation mit der Heimat und die Wirtschaftskraft der eigenen region. Ein wichtiger Punkt für das Postwachstum ist die Materialwirtschaft. Im Unternehmen sollten vor allem langlebige Materialien genutzt werden. Hochwertige Materialien verschleißen nicht so schnell und es wird weniger weggeworfen. Außerdem sollte eher repariert statt produziert werden. Denn es lassen sich enorme Rohstoffmengen sparen, wenn Ware nicht nur produziert, sondern auch repariert wird. 

Auch b.r.m. handelt im Sinne der Postwachstumsökonomie. Eigentlich hatte Harald Rossol,  als er 1994 seine IT Firma in Bremen gründete, die gleichen Pläne wie jeder andere Unternehmer. Kunden gewinnen, Umsatz steigern, neue Mitarbeiter einstellen, die wiederum neue Kunden gewinnen, das war das Ziel. Dabei muss Harald Rossol auch mit der Gier kämpfen, denn er hätte sein Unternehmen in den letzten Jahren vervierfachen können. Doch stattdessen ist seit zehn Jahren die Kundenzahl und die Teamgröße von fünf Angestellten konstant. Das Firmenwachstum hätte nicht nur der Umwelt geschadet, sondern auch den Mitarbeitern. Diese Erkenntnis kam Harald Rossol während des Platzens der Dotcom-Blase. b.r.m. war zwar nicht betroffen, jedoch bekam er mit, wie schnell ein ungezügelter Boom vorbei sein kann. Deshalb wollte er nicht noch ein Rechenzentrum, noch ein Büro, um am Ende die Leute wieder zu entlassen. Trotz des alternativen Weges und der vielen Wettbewerber läuft das Geschäft stabil, der Umsatz liegt im kleinen siebenstelligen Bereich. Das Unternehmen ist zwar klein, dadurch aber unheimlich schnell. Es müssen keine lästigen Formulare ausgefüllt werden bis der Kunde Hilfe bekommt, bei b.r.m. geht alles über direkten Kundenkontakt. Zudem plant Harald Rossol ständig langfristig, denn Qualität ist sein Wachstum. Dies würde nicht funktionieren, wenn Harald Rossol nicht jederzeit nach Einsparpotenzialen sucht und Prozesse optimiert. Beispielsweise wurde sein Unternehmen aufgrund der energiesparenden Servern als erstes weltweit mit dem Gütesiegel „Blauer Engel“ ausgezeichnet. Außerdem hat b.r.m. einen Algorithmus programmiert, der Alarm schlägt, wenn etwas droht kaputt zu gehen, etwa ein Rechner heiß läuft, eine Festplatte voll ist oder bestimmte Daten nicht mehr fließen. In der Regel verwenden IT-Firmen 80 bis 90 Prozent ihrer Zeit darauf, einen Fehler zu finden, doch durch das Frühwarnsystem kommt langwierige Fehlersuche kaum noch vor. Ein System, was den Angestellten ermöglicht, pünktlich Feierabend zu machen.

Begegnungskonferenz der Renn.Nord und ANE MV

b.r.m. business resource management wird am 15. September 2021 in Person von Inhaber und Geschäftsführer Harald Rossol an der Begegnungskonferenz in Bollewick teilnehmen. Die Begenungskonferenz ist eine dreitägige Veranstaltung rund um das Thema “Smarte Dörfer im Garten der Metropolen – Enkeltaugliche Dörfer als Schlüssel für die Zukunft in Stadt und Land”. Veranstaltet wird diese Konferenz durch die Renn.Nord und Akademie Nachhaltige Entwicklung (ANE) MV. Am ersten Tag steht dabei voll und ganz das Informieren im Fokus. Es werden immer drei verschiedene Vorträge á 12 Minuten zu einem bestimmten Themenkomplex gehalten. Die Themen reichen von “Regionale Perspektiven” über “Was können Dörfer bieten?” bis zu “Kompensation oder Vermeidung” und natürlich noch vielen weiteren spannenden Themen. Zudem wird den Zuhörern die Möglichkeit geboten, nach den thematischen Blöcken mit den Vortragenden in ein Gespräch zu kommen. Dafür gibt es das “Innehalten & Rekapitulieren”, wo die Gäste sämtliche Fragen stellen oder den Beitrag kommentieren können. Die Begegnungskonferenz soll allerdings keine Fachtagung oder Marktpräsentation sein, vielmehr soll sie Ermutigung dafür liefern, sich selbst tatkräftig und ohne Scheu einzubringen. 

Dafür wird sich auch Harald Rossol mit seinem Vortrag engagieren. Dieser behandelt das Thema “Green-IT & Blühfläche.de – ein gemeinsamer Weg, die urbanen Potenziale positiv zu gestalten”. Wie der Titel schon sagt, wird Harald Rossol in seinem Vortrag sein Unternehmen b.r.m. business resource management mit seinem Projekt “blühfläche.de” verknüpfen. b.r.m. hat es beispielsweise mit der Auszeichnung des “Blauen Engel” bewiesen ein besonders energiebewusstes Rechenzentrum zu betreiben. Allgemein steht b.r.m. für einen umweltbewussten und nachhaltigen IT-Service. Jedoch müssen weitere Unternehmen aktiv werden. Besonders städtische Unternehmen können ihren Fußabdruck kompensieren und reduzieren. Um dies zu erreichen benötigen sie ländlichen Raum, aber die Vermeidung dagegen gelingt aus eigener Kraft. Harald Rossol bietet mit seinem Vortrag und dem Projekt “blühfläche.de” eine Anleitung für eine gemeinsame, nachhaltige und bessere Zukunft. 

Hier können Sie sich den Vortrag von Harald Rossol anschauen (ab 4:11 Minuten):

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Hier können Sie sich einen Rückblick der Konferenz anschauen:

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Sicher re-zertifiziert: EcoStep 5.0 für perfekten IT-Service

Im Dezember 2017 hat das IT-Service-Unternehmen b.r.m. die nächste Stufe der Eco-Step-Zertifizierung erfolgreich absolviert. Seit 2008 schon lässt das Unternehmen regelmäßig sein Integriertes Management-System dort auf Herz und Nieren testen. Geprüft wurde u.a. die Implementierung folgender Industrienormen, die mit Hilfe von EcoStep speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) an deren Voraussetzungen angepasst werden:

– ISO 9.001 Qualitätsmanagement
– ISO 14.001 Umweltmanagement
– OHSAS 18.001 Arbeitsschutz.

Diese regelmäßige Re-Zertifizierung ist für alle Kunden unseres IT-Services eine Garantie dafür, dass sie mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, das alle Bedingungen ihrer ‚Corporate Compliance‘ perfekt erfüllt.

Nachhaltigkeit: Über den Tellerrand hinaus …

Die Forstwirtschaft hat den Begriff der Nachhaltigkeit geprägt: Ein Wald sollte stets so schonend bewirtschaftet werden, dass erstens das Biotop gesund bleibt, und zweitens der Holzertrag über die Generationen hin nicht abnimmt. Nachhaltigkeit beschreibt also eine dauerhafte Methode des Wirtschaftens. Im Zuge der ökologischen Diskussion wurde dieses Prinzip dann auf andere Erwerbszweige übertragen.

Auch in die IT hat der Begriff der Nachhaltigkeit Einzug gehalten. Am Ende des Lebenszyklus sollen die eingesetzten Rohstoffe wiedergewonnen werden. Zweitens soll die Energie, die zum Betrieb der Rechner gebraucht wird, ausschließlich regenerativen Quellen entstammt. Letzteres lässt sich heute problemlos einhalten. Das ist nicht mehr als eine Frage des guten Willens. Das vollständige Recycling technischer Komponenten lässt sich dagegen im IT-Service noch nicht vollständig umsetzen. Unsere Server aber arbeiten am derzeitigen Maximum der Nachhaltigkeit.

Grüner Besuch bei Grüner IT

Dass die Energieeffizienz auch in der IT eine überragende Rolle spielt, zeigen nicht nur die Serverfarmen der großen Digitalunternehmen, die aus Kühlungsgründen allesamt dicht am Polarkreis stehen. b.r.m. ging hier einen anderen Weg, und nutzt die Abwärme der Server heute für die Klimatisierung der Büroräume.
Diese, und viele andere Maßnahmen auf dem Gebiet der praxisnahen Nachhaltigkeit, werden wir unseren Besuchern zeigen können, wenn die Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschafts- und Finanzpolitik der bremischen Grünen am 13. März 2018 um 18:30 Uhr bei uns vor Ort ist. Wir freuen uns über lebhafte Diskussionen über einen zeitgemäßen IT-Service.

Bremen, den 7. März 18

Na gut – so gut sind wir eben!

Von Anfang an war der IT-Dienstleister b.r.m. Mitglied der Bremer ‚Partnerschaft Umwelt Unternehmen‘. Hier ging – und geht – es stets darum, die denkbar beste Lösung für Mitarbeiter und Umwelt zugleich zu finden. Der Fachbegriff dafür lautet ‚Arbeitsökologie‘. Im universitär angegliederten Arbeitskreis ‚NaGut – nachhaltig gut arbeiten‘ wird dieser arbeitsökologische Ansatz in der Praxis erprobt – mit Hilfe von Beratung, Forschung und Qualifizierung. Dieser Arbeitskreis hat jetzt eine Broschüre herausgegeben, wo besonders erfolgreiche Modelle realisierter Arbeitsökologie vorgestellt werden. Auf den Seiten 8 und 9 finden Sie dort auch ein Firmenporträt von uns …

Thin Client: Schlankheit erfreut

Teuer würde es, müsste an jedem Arbeitsplatz ein Rundum-Sorglos-PC mit allen technischen Finessen laufen. Ein ‚Thin Client‘ ist ein ‚schlanker‘ Desktop-Computer, der ganz ohne bewegliche Teile auskommt, ohne jede Festplatte, ohne DVD-Laufwerk usw. Stattdessen greift er auf die Ressourcen eines angeschlossenen Rechenzentrums zu, wodurch er in erheblichem Ausmaß nicht nur Material, sondern auch Energie spart. Die Verarbeitung von Daten erfolgt jetzt im Server, über das Remote Desktop Protocol (RDP): Ohne Zeitverzug erscheinen die Ergebnisse aller Abfragen und Rechenschritte beim Anwender auf dem Monitor. Wo Serverstrukturen vorhanden sind, empfiehlt unser IT-Service daher immer den Einsatz von Thin Clients. Ein solches Netzwerk leistet nicht nur einen erheblichen Beitrag zur Green IT, es spart überdies viel Geld im Bereich der Hardware. Unter einem betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkt gibt es keinen rationalen Grund, auf Thin Clients zu verzichten.

Blühflächen und Blade-Server?

Wer sich zu den Pionieren der Green IT in Deutschland zählt, beobachtet auch die Entwicklungen außerhalb der Server und abseits der CO2-neutralen Kühlung von Rechenzentren. Das Insektensterben und das Ende der Artenvielfalt beschäftigen aus diesem Grund auch uns.

Mit dem ‚Projekt Blühfläche‘ ist ein begrüßenswertes Projekt regionaler Landwirte im Raum Lilienthal entstanden, wo Bürger und Firmen die Patenschaft für Wiesenflächen übernehmen können, auf denen ausschließlich ‚Insektennahrung‘ angebaut wird. Alles, was da kreucht und fleucht, findet dort nicht nur genügend Futter, die Blütenpracht auf diesen Blumenwiesen erfreut auch das menschliche Auge.

b.r.m. hat die Patenschaft für 15.000 Quadratmeter Blumenwiese übernommen. Insgesamt sind bereits viele weitere Hektar an Unterstützer vergeben worden. Wir hoffen, dass das Projekt Blühfläche noch viele Nachahmer finden möge.

Green IT und Klimawandel

Mit der Diskussion um die CO2-Steuer gewinnt auch das Thema einer konsequent umgesetzten Green IT neue Bedeutung. Denn die weltweite Digitalisierung verbraucht Unmengen von Energie. Jede E-Mail, jede Suchanfrage trägt zur Serverlast bei. Clemens Rohde vom Fraunhofer Institut in Karlsruhe sagt: „Der Energiebedarf von Rechenzentren in Deutschland liegt momentan bei ungefähr 10 bis 15 TWh. In Äquivalente umgerechnet, entspricht das ungefähr den CO2-Emissionen, die wir im Flugverkehr in Deutschland haben.“ Ein Konzern wie Google hat beispielsweise den Energiehunger einer 200.000-Einwohner-Stadt – und wäre das Internet ein Land, dann hätte es den weltweit sechstgrößten Energiebedarf.

Auf der sicheren Seite ist daher künftig nur, wer seinen Rechenzentren den Energiehunger konsequent abgewöhnt. Oder wer konsequent auf regenerative Energien beim Betrieb setzt. Beides trifft beispielsweise auf b.r.m. zu: Wir haben unsere Server in Hinsicht auf Green IT optimiert, und wir nutzen ausschließlich regenerative Energien für den Betrieb. Wer hingegen nicht so verfährt, für den wird es bei Einführung einer CO2-Steuer künftig schlicht teurer.

Green IT als Klimaziel

Die Dämpfung des Klimawandels ist eine Querschnittsaufgabe, die nach und nach alle Sektoren der Gesellschaft erfasst. Unter der Trägerschaft des Forschungszentrums Jülich hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie deshalb ein Projekt namens TEMPRO geschaffen, das die Bewertung der Energieeffizienz von Rechenzentren auf eine einheitliche wissenschaftliche Grundlage stellen soll. Es wird zudem neue Energiespartechnologien entwickeln, die den Energiebedarf im IT-Bereich erheblich senken sollen. Das Kunstwort TEMPRO steht hierbei für ‚Total Energy Management for Professional Data Centers‘. Koordiniert wird das Projekt an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.

Zu den Partnern dieses Projektes zählt auch das Bremer IT-Unternehmen b.r.m., das mit seinen energiesparenden Server-Technologien schon viele Preise und Auszeichnungen im Green-IT-Bereich gewann, vor allem im Bereich einer effizienten Kühlung. Wir setzen im Rahmen dieses Projektes unser ganzes Wissen und unsere Erfahrung ein, damit Deutschland die vereinbarten Klimaziele im IT-Bereich fristgerecht erreichen kann.

Falls Sie Fragen haben oder weitere Informationen möchten, fragen Sie bei b.r.m. nach Harald Rossol oder Hansjürgen Wilde.