Flugplatz Oldenburg-Hatten (EDWH):
Testzentrum UAS / UAV

Der Flugplatz Oldenburg-Hatten (EDWH) soll im Norden Deutschlands zum Erprobungszentrum für unbemannte zivile Flugsysteme “Drohnen” ausgebaut werden.

Was sind Drohnen?

Drohen sind so genannte unbemannte Flugobjekte. Dieser Begriff stammt vom englischen Wort “UAV = unmanned arial vehicle”. Allerdings darf man die unbemannten Flugobjekte nicht mit UFOs vertauschen, dies sind unbekannte Flugobjekte.

Drohnen können sowohl autonom beziehungsweise automatisiert fliegen, als auch von Menschenhand gesteuert. Der wichtigste Punkt bei der Definition von Drohen ist das unbemannte Fliegen, automatisiert oder von Menschenhand ist nicht ausschlaggebend für die Einstufung eines Flugobjekts als Drohne.

Das Einsatzgebiet von Drohnen ist sehr vielfältig. Auf der einen Seite gibt es die zivile Nutzung. Dort kann eine Drohne zum Beispiel ein Hobby-Objekt sein, welches zum reinen Fliegen oder auch zum Filmen und Fotografieren genutzt wird. Eine professionelle Nutzung von Drohnen kommt oft in der technischen Kontrolle von beispielsweise Hochspannungsmasten oder in der Vermessungstechnik vor. Auf der anderen Seite gibt es die militärische Nutzung von Drohnen, beispielsweise zur Aufklärung oder Bekämpfung. Die Abmessungen reichen von wenigen Zentimetern bis zu der Größe eines Verkehrsflugzeuges mit ca. 60 m Spannweite.

Was wird das Besondere am Hatten-UAS sein?

Das Alleinstellungsmerkmal des Hatten-UAS ist die Weite Richtung Norden in den Jadebusen und die Nordsee hinein mit seiner sehr dünnbesiedelten Landschaft. Das Fluggebiet wurde bereits von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr genehmigt. Hatten-UAS ist dabei für die Durchführung eines sicheren Drohnen-Flugbetriebes verantwortlich.

Die in der allgemeinen Luftfahrt geltenden Ausweichregeln sind auch von Drohnen einzuhalten, wenn am allgemeinen Luftverkehr außerhalb des Sichtbereiches des Fernpiloten teilgenommen wird. Dies setzt ein „Sehen“ anderer Luftfahrtteilnehmer voraus. Vor allem bei niedrigen Flughöhen und für kleine Flugobjekte, die schlecht von einem Radar erfasst werden, gibt es Fähigkeitslücken der bisher etablierten Flugsicherungssysteme.

Um diese Fähigkeitslücken zu schließen, plant Hatten-UAS ein neuartiges System,  welches auf Windkraftanlagen installiert ist. Das System empfängt die Transpondersignale aller Luftverkehrsteilnehmer, deren Position und Flugrichtung wird hochgenau für alle (Fern-)Piloten dargestellt. So können die Piloten Konflikten ausweichen. Komponenten für ein solches System sind bereits verfügbar, jedoch noch nicht in ausreichenden Feldversuchen erprobt. Die Komponenten der Partnerfirma jetvision sollen im geplanten Mustersystem unter realen ​​Einsatzbedingungen im Langzeitversuch erprobt werden.

Deutschland und Niedersachsen haben die Chance, die deutsche Luftfahrtindustrie in dieser Noch Nische kräftig zu unterstützen. Hatten-UAS bietet dafür die Grundlage. Die Flugplatzinfrastruktur hat zudem Raum für die Ansiedlung von einschlägigen Start-ups mit hochqualifizierten Arbeitsplätzen.

Flugplatz Oldenburg Hatten EDWH Testzentrum UAS UAV

Was sind die wichtigsten Fakten zum Hatten-UAS?

Flugplatz Oldenburg-Hatten EDWH:

  • Graspiste 06/24, 900m – 3000ft
  • zwischen Bremen und Oldenburg
  • voller Flugsicherheitsservice
  • Hangarplatz
  • Verkostung möglich

Hatten-UAS:

  • UAS mit bis zu 150 kg MTOM
  • maximale Flughöhe von 500 ft / 150m über Grund
  • innerhalb der auch erweiterten Sichtlinie des Piloten (VLOS / eVLOS) bei Tag und Nacht und 
  • außerhalb der Sichtlinie des Piloten (BVLOS) bei Tag
Public Airfield Oldenburg Hatten EDWH Test Center UAS UAV
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