Die Zukunft der unbemannten Luftfahrt entsteht in der Zusammenarbeit. In öffentlich geförderten Projekten arbeitet b.r.m. IT & Aerospace mit Partnern aus Industrie, Wissenschaft und Verwaltung an den Grundlagen für einen sicheren, digitalen Drohnenluftraum – und ist für Konsortialpartner ein gefragter Partner, nicht zuletzt wegen der eigenen Erprobungsinfrastruktur am Flugplatz Oldenburg-Hatten.
Unsere Forschungsschwerpunkte
Unsere Projekte gruppieren sich um drei Felder, die zusammen den koordinierten Drohnenbetrieb der Zukunft möglich machen.
U-Space und Luftraumintegration
Wie werden unbemannte Systeme sicher und geregelt in den gemeinsamen Luftraum integriert? Wir entwickeln die dafür nötigen Dienste, Schnittstellen und Betriebsverfahren.
Kommunikation und Navigation
Zuverlässiger Betrieb steht und fällt mit robuster Kommunikation und präziser Navigation – auch dort, wo Mobilfunk schwächelt oder Satellitensignale gestört sind.
Advanced Air Mobility
Wir erforschen, wie bemannte und unbemannte Systeme in einem gemeinsamen, automatisierten Luftraum zusammenwirken – die strategische Perspektive über den heutigen Betrieb hinaus.
Aktuelle Projekte
SKYLINE
SKYLINE entwickelt ein Missionskontrollzentrum, das mehrere Drohnen gleichzeitig überwacht und steuert – Voraussetzung für skalierbaren Betrieb von der Advanced Air Mobility über die Logistik bis zur Landwirtschaft. Kern sind standardisierte Schnittstellen (ROS2/ArduPilot), Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikation und eine dedizierte Funkstrecke zwischen dem Digital Hub Industry an der Universität Bremen und dem Flugplatz Oldenburg-Hatten. Laufzeit 2026–2027, gefördert vom Land Bremen über die Bremer Aufbau-Bank (BAB), gemeinsam mit der TOPAS Industriemathematik Innovation gGmbH.
UAS-L-USSP HB
Das Entwicklungsprojekt hinter der UAS-Leitstelle Bremen: Prototypisch werden die sechs U-Space-Dienste nach EU-Verordnung 2021/664 umgesetzt und interoperable Schnittstellen zu UAS-Operatoren, anderen USSPs, CISP-Systemen, Behörden und perspektivisch zur bemannten Flugsicherung (ATM/ATC) aufgebaut. Das Vorhaben ist das Fundament unserer Rolle als künftiger USSP.
PRO-LAB
PRO-LAB erforscht den energieeffizienten Einsatz rechenintensiver KI: Über intelligente Aufgabenverteilung („Queues”) werden Modelle bevorzugt dann trainiert, wenn genügend grüne Energie – etwa aus Photovoltaik am Campus – verfügbar ist. Die Erkenntnisse entstehen im interdisziplinären Energieforschungslabor an der Universität Bremen und fließen unter anderem in den Betrieb autonomer Drohnen ein. Gefördert über die EFRE-Förderlinie 2021–2027.
Advanced Air Mobility Initiative Nordwest
Die AAM-Initiative Nordwestdeutschland und Deutsche Bucht (AAM-NW) führt die U-Space-Reallabor-Idee strategisch fort und fördert die Integration unbemannter Luftfahrzeuge in den gemeinsamen Luftraum – von Inspektion und Lieferung über eVTOLs bis zu Lufttaxis.
SafeUAVnav
SafeUAVnav sichert Navigation und Lokalisierung unbemannter Luftfahrzeuge auch dort, wo Satellitennavigation (GNSS) gestört oder nicht verfügbar ist – etwa durch Jamming oder Spoofing. Ein Multi-Hybrid-Sensorsystem kombiniert Inertial-, optische und funkbasierte Verfahren, mit besonderem Fokus auf den maritimen Bereich. Konsortialführer ist die iMAR Navigation GmbH, gemeinsam mit dem Fraunhofer IFAM und b.r.m.; gefördert im Luftfahrtforschungsprogramm LuFo VII-1 des BMWE (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie).
SKADRO (UTM/ATM)
SKADRO entwickelt ein robustes, skalierbares mobilfunkbasiertes Kommunikationssystem (4G/5G) für Drohnen in U-Space-Gebieten. In U-Space-Reallaboren operieren bis zu zwölf Drohnen gleichzeitig und übertragen Positionsdaten an den USSP, der die Luftraum-Koordination übernimmt. Verbundkoordinator ist das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, gemeinsam mit der TU Berlin und b.r.m.
VTOL-EGM
Gemeinsam mit der Optoprecision GmbH und dem Institut für Umweltphysik der Universität Bremen entwickeln wir ein unbemanntes Fluggerät für effizientes Umwelt-Monitoring – für Messungen an schwer zugänglichen Verschmutzungsquellen, die bisher kaum erreichbar waren. Gefördert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).