Kategorie: Drone Days

U-Space Architekturen für militärische BVLOS-Drohnenschwärme

Vom 21. bis 23. September stand bei der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik alles im Zeichen von künstlicher Intelligenz und unbemannten Systemen. Unser Geschäftsführer Harald Rossol brachte eine klare Botschaft mit: Die Architektur für militärische BVLOS-Drohnenschwärme gibt es bereits – und zwar im zivilen Betrieb.

Unbemannte Systeme verändern die Sicherheits- und Verteidigungslandschaft in rasantem Tempo. Besonders der Einsatz von Drohnen jenseits der Sichtweite des Piloten (BVLOS, Beyond Visual Line of Sight) und das koordinierte Fliegen im Schwarm stellen hohe Anforderungen an Luftraummanagement, Datenintegration und Lagebild. Genau hier setzte der Beitrag „U-Space Architekturen für militärische BVLOS-Schwärme” an – zunächst als Kurzvortrag im Plenum, anschließend in vier Durchläufen an der Poster-Station.

Vier Thesen für skalierbare Schwarmoperationen

Die Diskussion um KI in unbemannten Systemen dreht sich häufig um Algorithmen und Machine-Learning-Modelle. Harald Rossol lenkte den Blick bewusst auf die Ebene darunter und stellte vier Thesen zur Diskussion:

Die Skalierung scheitert selten am Modell. KI-gestützte Schwarmoperationen stoßen beim Hochskalieren meist nicht an die Grenzen des ML-Modells, sondern an die des Luftraum- und Daten-Layers, auf dem sie aufsetzen.

Zivile Bausteine sind weitgehend dual-use-fähig. Viele Komponenten aus U-Space und BVLOS-Betrieb lassen sich auch militärisch nutzen. Entscheidend ist, genau zu wissen, an welchen Stellen man bewusst abweichen muss.

Meaningful Human Control ist eine Frage der Schnittstellen. Wenn ein Mensch nicht eine, sondern sehr viele Plattformen gleichzeitig verantwortet, hängt wirksame menschliche Kontrolle vor allem von guten Schnittstellen und einem verlässlichen Lagebild ab – weniger von der Doktrin.

Standardisierung heute bestimmt die Kosten von morgen. Frühe Entscheidungen über Standards legen fest, wie interoperabel Systeme später sind und welche Lebenszykluskosten sie verursachen.

Keine Zukunftsvision, sondern gelebte Praxis

Die zweite These war bei der Einreichung im Frühjahr bewusst vorsichtig formuliert. Nach zehn Jahren Betriebserfahrung geht die Einschätzung heute weiter: Was für militärische Schwarmoperationen gebraucht wird, muss nicht neu erfunden werden. Die Architektur existiert bereits zivil und ist im Betrieb.

Die Grundlage bildet das Hatten-UAS German Flight Center am Flugplatz Oldenburg-Hatten, das von b.r.m. betrieben wird. Seit 2016 werden dort BVLOS-Flüge erprobt; EUROCONTROL führt das Gelände als Test- und Erprobungsgelände – neben dem DLR. Für unbemannte Flugsysteme steht ein Luftraum von rund 3.600 Quadratkilometern zur Verfügung, der sich vom Flugplatz bis hinaus in die Deutsche Bucht erstreckt.

Ein weiterer Baustein ist die UAS-Leitstelle Bremen, die als angehender U-Space Service Provider derzeit im Testbetrieb läuft. Sie stellt U-Space-Dienste nach der EU-Durchführungsverordnung 2021/664 bereit, dem europäischen Rechtsrahmen für die sichere Integration von Drohnen in den Luftraum. Damit ist die Infrastruktur nicht nur technisch, sondern auch regulatorisch anschlussfähig.

Hellfeld und Dunkelfeld im digitalen Zwilling

Besonderes Interesse weckte das Konzept des gemeinsamen Lagebilds. Durch Daten- und Sensorfusion in einem digitalen Zwilling werden sowohl das Hellfeld als auch das Dunkelfeld sichtbar: nicht nur kooperative Luftfahrzeuge, die ihre Position aktiv übermitteln, sondern auch nicht-kooperative Objekte, die sich allein über Sensorik erfassen lassen.

Der Punkt dahinter ist einfach: Erst wer weiß, wer legal fliegt, kann sagen, wer es nicht tut. Das Dunkelfeld ist dabei keine Neuentwicklung, sondern eine Anschlussfrage – vorhandene Sensorik lässt sich über Sensorfusion in den digitalen Zwilling holen und gegen das Hellfeld abgleichen.

Was militärisch noch fehlt

Zwei Punkte unterscheiden die zivile Architektur vom militärischen Einsatz.

Erstens gehärtete Sensorik und Hardware. Hier liegt die Kompetenz bei spezialisierten Herstellern – die Aufgabe einer offenen Architektur besteht darin, dass jede gehärtete Sensorik andocken kann, ohne dass das System neu gebaut werden muss.

Zweitens eine Zulassungslogik für adaptive Software. Zivile Zertifizierung friert die Konfiguration ein: geprüft, freigegeben, unverändert. Militärisch werden Software-Updates im Feld gebraucht. Der digitale Zwilling trägt diesen Nachweis mit – derselbe Code läuft erst simuliert, dann im Schattenbetrieb gegen reale Telemetrie, dann an Bord. Nicht neu geschrieben, sondern an einem anderen Ort ausgeführt.

One Airspace. One Picture. All Answers.

Harald Rossol fasste seinen Beitrag in einem Leitsatz zusammen: One Airspace. One Picture. All Answers. Ein gemeinsamer Luftraum, ein einheitliches Lagebild – und damit die Antworten, die Betreiber, Behörden und Streitkräfte gleichermaßen brauchen.

Die DWT-Tagung hat gezeigt, wie groß das Interesse an praxiserprobten Lösungen ist. Wir freuen uns über die vielen Gespräche vor Ort und darauf, den Austausch mit Partnern aus Bundeswehr, Industrie und Forschung fortzusetzen – zum Beispiel bei unseren Drone Days.

Über b.r.m. IT & Aerospace

b.r.m. IT & Aerospace bietet Beratung und Dienstleistungen rund um BVLOS-Flüge, UAS-Integration und SORA. Das Unternehmen betreibt die UAS-Leitstelle Bremen sowie das Hatten-UAS German Flight Center und organisiert die Drone Days, um Innovation und Vernetzung in der Drohnenbranche voranzubringen.

b.r.m. IT & Aerospace GmbH

Harald Rossol

harald.rossol@brm.de

+49 421 341494

NordWest Award 2026: Drone Days mit dem WeiterdenkerAward ausgezeichnet

Die Drone Days sind bei den NordWest Awards 2026 der Metropolregion Nordwest in der Kategorie „WeiterdenkerAward” als Preisträger ausgezeichnet worden.

Preisträger WeiterdenkerAward 2026
Preisträger WeiterdenkerAward 2026 © Metropolregion Nordwest

Bei der feierlichen Verleihung am 20. August im Niedersächsischen Freilichtmuseum in Cloppenburg setzten sich die Drone Days gegen ein starkes Feld von 14 nominierten Finalisten durch. Insgesamt wurden über 100 Unternehmen und Projekte eingereicht. Der WeiterdenkerAward wird von der EWE AG und der swb AG gestiftet und würdigt Ideen mit hohem Innovationsgrad, die einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Region leisten. In der Urkunde heißt es, die Drone Days tragen „in vorbildlicher Weise zu Innovation und Weiterentwicklung bei”.

Für uns ist diese Auszeichnung eine wunderbare Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Jahre und für die Rolle, die die unbemannte Luftfahrt als Innovationsfeld für die Metropolregion Nordwest spielt. Unser Dank gilt der Jury, den Stiftern und allen, die die Drone Days möglich machen: Partnern, Ausstellern, Speakern und der gesamten Community.

In wenigen Tagen ist es so weit: die Drone Days 2026 finden vom 26. bis 28. August am Flughafen Bremen und auf dem Flugplatz Oldenburg-Hatten statt. Wir freuen uns darauf!

Harald Rossol im Podcast „Go Global! Bremen Business Talks”: Von der Spielerei zur Drone Economy

Wann wird aus der Drohnentechnologie eine echte Wirtschaft? Und welche Rolle kann Bremen dabei spielen? Über diese Fragen spricht Harald Rossol, Geschäftsführer von b.r.m. IT & Aerospace, in der neuesten Folge des Podcasts „Go Global! Bremen Business Talks” mit Host Boris Felgendreher.

Harald Rossol im Podcast „Go Global! Bremen Business Talks": Von der Spielerei zur Drone Economy

Im Gespräch macht Harald Rossol deutlich, warum das gängige Bild vom kleinen Quadcopter in die Irre führt: Die eigentlich spannende Entwicklung findet bei komplexeren, professionellen Systemen statt. Vom Ende des Hypes um Flugtaxis über die Herausforderungen der EU-Drohnenregulatorik und die Frage der Zuständigkeit bei Drohnensichtungen bis hin zu den großen kommerziellen Zukunftsmärkten – etwa der autonomen Landwirtschaft – spannt die Folge einen weiten Bogen. Dabei wird auch deutlich, welche Rolle die sichere Integration von Drohnen in den Luftraum spielt. Ein Feld, in dem b.r.m. als zukünftiger U-Space Service Provider (USSP) mit der UAS-Leitstelle Bremen aktiv ist. Auch die Bedeutung Bremens als traditionsreicher Luftfahrtstandort und die Rolle der Drone Days als europäische Plattform für die entstehende „Drone Economy” kommen zur Sprache.

Harald Rossol im Podcast „Go Global! Bremen Business Talks": Von der Spielerei zur Drone Economy

Der Podcast „Go Global! Bremen Business Talks” ist ein Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsförderung Bremen, der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven und der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation.

Jetzt reinhören – und wer danach Lust bekommt, ist herzlich eingeladen, bei den Drone Days 2026 vom 26. bis 28. August am Flughafen Bremen und auf dem Flugplatz Oldenburg-Hatten dabei zu sein. Anmeldung und alle Informationen unter drone-days.de.

Unser Rückblick auf die ILA 2026

Fünf intensive Tage in Berlin liegen hinter uns: Markus Rossol und Harald Rossol haben b.r.m. IT & Aerospace auf der ILA 2026 in Berlin vertreten – im Norddeutschen Chalet auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Bremen, gemeinsam mit unseren Partnern AES Aircraft, Esploro, der Hanseatischen Waren Handelsgesellschaft, TRIGO und dem Virtual Product House des DLR.

Im Mittelpunkt unseres ILA-Auftritts standen unsere drei Kernthemen: U-Space und die Rolle von b.r.m. als zukünftiger U-Space Service Provider (USSP), unser konkreter U-Space-Korridor von Bremen über Bremerhaven bis nach Helgoland sowie die Drone Days 2026 im August an den Standorten Bremen Airport und Flugplatz Oldenburg-Hatten. Mit der neuen Karte der Advanced Air-Mobility Initiative Norddeutschland und Deutsche Bucht konnten wir diese Gespräche auf der ILA auf nationaler und internationaler Ebene fortführen und vertiefen.

Wir haben den Austausch mit zentralen Institutionen und Behörden genutzt – darunter das BAF, das BMV und das LBA sowie verschiedene Landesluftfahrtbehörden. Darüber hinaus konnten wir zahlreiche Kontakte zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Luftfahrt knüpfen und für die Drone Days 2026 im August werben.

Die ILA hat einmal mehr gezeigt: Die unbemannte Luftfahrt ist in der Mitte der Branche angekommen – und b.r.m. IT & Aerospace als zukünftiger U-Space Service Provider mittendrin.

Wir freuen uns bereits auf die ILA 2028 – bis dahin sehen wir uns auf den Drone Days!

b.r.m. IT & Aerospace auf der ILA 2026 in Berlin

Nächste Woche ist es so weit: Vom 10. bis 14. Juni 2026 findet die ILA Berlin statt – die älteste Luft- und Raumfahrtmesse der Welt und eine der bedeutendsten Branchenplattformen in Europa. Rund 750 Aussteller aus 37 Ländern präsentieren am Berlin ExpoCenter Airport in Schönefeld die gesamte Bandbreite der Luft- und Raumfahrt – von ziviler Luftfahrt über Raumfahrttechnologie und Verteidigung bis hin zur Zulieferindustrie. 

b.r.m. IT & Aerospace ist im Norddeutschen Chalet (Chalets Ost | 22–24) vor Ort. Gemeinsam mit den weiteren Ausstellern vetreten wir das Land Bremen auf dem Gemeinschaftsstand. Unsere Themen auf der ILA: unser konkreter Vorschlag für einen U-Space für den Korridor Bremen-Bremerhaven-Helgoland, unsere Arbeit als zukünftiger U-Space Service Provider (USSP), die Advanced Air-Mobility Initiative Norddeutschland und Deutsche Bucht sowie die Drone Days 2026, die im August an den Standorten Bremen Airport und Flugplatz Oldenburg-Hatten stattfinden.

Die ILA ist für uns eine der wichtigsten Plattformen, um mit Ministerien, Luftfahrtbehörden und der Branche ins Gespräch zu kommen. Auf der AERO in Friedrichshafen konnten wir unseren U-Space-Vorschlag bereits einem Fachpublikum vorstellen – auf der ILA führen wir diese Gespräche auf nationaler und internationaler Ebene fort.

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit starken Partnern am Bremer Gemeinschaftsstand auszustellen:

  • Die AES Aircraft Elektro/Elektronik System GmbH ist ein international etablierter Zulieferer der Luftfahrtindustrie und entwickelt und fertigt seit 20 Jahren elektrische und elektronische Produkte für die Flugzeugkabine.
  • Esploro ist auf das Management und die Begleitung von nationalen und EU-geförderten Forschungsprojekten im Luftfahrtbereich spezialisiert und betreut Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von über 300 Millionen Euro.
  • Die Hanseatische Waren Handelsgesellschaft bietet maßgeschneiderte Titanprodukte für die Luft- und Raumfahrt und betreibt seit 2021 ein eigenes Schmelzwerk für Sonderlegierungen.
  • Die TRIGO Qualitaire GmbH ist ein multinationaler Dienstleister für operatives Qualitätsmanagement mit mehr als 10.000 Fachkräften in 25 Ländern, unter anderem für die Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie.
  • Das Virtual Product House des DLR im Bremer ECOMAT treibt die digitale Flugzeugentwicklung voran und arbeitet an der virtuellen Zertifizierung von Flugzeugkomponenten.

Sie möchten uns auf der ILA im Norddeutschen Chalet (Chalets Ost | 22–24) treffen? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht – per E-Mail oder telefonisch bei Harald Rossol und Markus Rossol.

Drone Days im Finale der NordWest Awards 2026

Wir freuen uns sehr: Die Drone Days sind als eines von 14 Projekten für die NordWest Awards 2026 der Metropolregion Nordwest nominiert – in der Kategorie „WeiterdenkerAward” für Projekte mit hohem Innovationsgrad.

Aus rund hundert Bewerbungen hat die Jury unter der Schirmherrschaft von Bremens Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte und der Niedersächsischen Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Melanie Walter, die Finalistinnen und Finalisten ausgewählt. Der WeiterdenkerAward wird von der EWE AG und der swb AG gestiftet und würdigt Ideen, die einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung und zum Wachstum der Region leisten.

Dass die Drone Days in diesem Kreis stehen, ist eine großartige Anerkennung für die Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren in den Aufbau der Veranstaltung investiert haben – und für die Rolle, die die unbemannte Luftfahrt als Innovationsfeld für die Metropolregion Nordwest spielt.

Die feierliche Preisverleihung findet im August im Niedersächsischen Freilichtmuseum in Cloppenburg statt. Wir sind gespannt!

Weitere Informationen unter nordwest-awards.de 

b.r.m. IT & Aerospace auf der XPONENTIAL 2026 in Detroit

Vom 11. bis 14. Mai 2026 sind Harald Rossol und Marius Ammermann auf der XPONENTIAL 2026 in Detroit – der weltweit größten Fachmesse für unbemannte Systeme und Robotik.

b.r.m. IT & Aerospace ist auf dem German Pavilion in Hall B–D, Stand 26013-4 vertreten.

Der German Pavilion ist der Gemeinschaftsstand deutscher Aussteller auf der XPONENTIAL und wird im Rahmen des Auslandsmesseprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) organisiert. In diesem Jahr sind 14 deutsche Unternehmen und Institutionen auf dem Gemeinschaftsstand vertreten – darunter neben b.r.m. IT & Aerospace u.a. Beagle Systems, Germandrones, HHLA Sky und Germany Trade & Invest.

Unsere Schwerpunktthemen: unbemannte Systeme (UMS), autonome Plattformen, Sensortechnik und Regel- und Steuertechnik.

Die XPONENTIAL ist die weltweit größte Veranstaltung rund um unbemannte Systeme und Robotik und bringt jedes Jahr die internationale UAS-Community zusammen – Hersteller, Betreiber, Behörden und Forschungseinrichtungen. In diesem Jahr findet die Veranstaltung erstmals gemeinsam mit der Michigan Defense Expo (MDEX) statt. Das unterstreicht den wachsenden Stellenwert autonomer Systeme im Verteidigungsbereich. Für uns ist sie eine wichtige Plattform, um unser internationales Netzwerk auszubauen, aktuelle Entwicklungen aus erster Hand mitzubekommen und b.r.m. IT & Aerospace als zukünftigen U-Space Service Provider im internationalen Kontext zu positionieren.

Mehr Informationen zur Messe finden Sie unter xponential.org und zu unserem Auftritt auf dem German Pavilion.

Am 26. – 28. August 2026 finden die Drone Days am Flughafen Bremen und Flugplatz Oldenburg-Hatten statt. Registrieren Sie sich jetzt als Aussteller. Alle Informationen finden Sie unter drone-days.de.

Nachlese AERO 2026 in Friedrichshafen

Die AERO 2026 liegt hinter uns und wir blicken auf intensive Tage in Friedrichshafen zurück.

Im Mittelpunkt stand die Vorstellung der neuen Advanced Air-Mobility Initiative Norddeutschland und Deutsche Bucht mitsamt der aktualisierten Karte. Erstmals haben wir dort unseren konkreten Vorschlag für einen ersten U-Space und eine VTOL-Strecke entlang der Weser präsentiert – von Bremen über Bremerhaven bis nach Helgoland. In ersten Gesprächen mit den Luftfahrtbehörden in Niedersachsen und Bremen konnten wir die grundsätzliche Machbarkeit des Vorhabens erörtern.

Darüber hinaus haben wir den Austausch mit zentralen Institutionen und Ministerien genutzt: dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF), dem Bundesministerium für Verkehr (BMV), dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) sowie verschiedenen Landesluftfahrtbehörden. Besonders hervorzuheben ist der Austausch mit dem IDRF, dem Interessenverband der Regionalflugplätze, der sich für die Rolle der Regionalflugplätze als künftige Infrastrukturknoten für neue Mobilitätsformen einsetzt.

Zwei Themen haben sich auf der AERO als Leitmotive durchgezogen: die Relevanz der bestehenden Luftfahrtstrukturen und der bemannten Luftfahrt für die Entwicklung der Drone Economy sowie die Überzeugung, dass digitale Sichtbarkeit im Luftraum die Sicherheit aller Luftraumnutzer erhöht.

Die AERO hat einmal mehr gezeigt, wie eng bemannte und unbemannte Luftfahrt zusammenwachsen. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und Organisatoren des Bremer Gemeinschaftsstandes „BREMEN/BREMERHAVEN – CITY OF AEROSPACE“.

Unmanned drone flying over security fence at airport while commercial airplane prepares for landing, leading to possible collision

Erster U-Space in Norddeutschland: b.r.m. IT & Aerospace präsentiert konkreten U-Space Vorschlag auf der AERO 2026

Ein zusammenhängender U-Space Airspace von Bremen über Bremerhaven bis nach Helgoland – das ist unser konkreter Vorschlag für einen der ersten U-Spaces in Norddeutschland. Die U-Space Idee wurde dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) vorgestellt. Auf der AERO 2026 in Friedrichshafen präsentieren wir das Projekt erstmals einem breiteren Fachpublikum.

Der geplante U-Space folgt der Weser von Süden nach Norden: Vom Flughafen Bremen entlang der Hafenanlagen in Bremen-Stadt und Bremen-Nord, über die Unterweser mit den Hafenstandorten Elsfleth, Brake und Nordenham bis zum Überseehafen Bremerhaven – und von dort weiter über die Wesermündung in die Deutsche Bucht Richtung Helgoland. Damit entsteht eine lückenlose Identifikationskette vom Inland bis in die offene See.

Warum gerade dort? Gemäß EU-Verordnung 2021/664 kann ein U-Space unter anderem dann eingerichtet werden, wenn der Schutz kritischer Infrastruktur einen geregelten und identifizierten Drohnenbetrieb erfordert. Genau darauf stützt sich unser Vorschlag: Entlang der Weser konzentrieren sich Hafenanlagen, Seeschifffahrtswege, Logistikinfrastruktur und Industriestandorte auf engem Raum. Der U-Space ermöglicht die zuverlässige Identifikation aller Drohnen im Gebiet und die sofortige Unterscheidung zwischen legalem und illegalem Betrieb

Als erster konkreter Vorschlag für einen U-Space in Norddeutschland hat b.r.m. IT & Aerospace die Idee dem BMV, der Luftfahrtbehörde Bremen und der Luftfahrtbehörde Niedersachsen vorgestellt. Wir verfügen im gesamten geplanten U-Space-Gebiet bereits über aktive Sensoranlagen und die technischen Fähigkeiten für den Betrieb als zukünftiger U-Space Service Provider (USSP). Mit der Verabschiedung des deutschen U-Space-Gesetzes wird im Laufe des Jahres 2026 gerechnet.

Gleichzeitig bietet der Korridor Bremen-Bremerhaven-Helgoland ideale Voraussetzungen für eine der ersten Urban-Air-Mobility-Routen in Norddeutschland. Die U-Space Infrastruktur schafft die Basis, in die sich künftiger VTOL-Lufttaxiverkehr nahtlos einfügt – mit möglichen Vertiport-Standorten vom Flughafen Bremen über die Waterfront, Bremen-Nord und die Unterweser bis nach Bremerhaven und Helgoland.

Weitere Informationen zum regulatorischen Hintergrund finden Sie in unserem Beitrag U-Space in Deutschland & Europa.

Wir freuen uns auf den Austausch auf der AERO 2026. Sie finden uns in der Halle 5 Stand  5-225.

Gemeinschaftsstand des Landes Bremen

  • Bremen Bremerhaven City of Aerospace
  • Akkodis
  • Bremen Airport
  • b.r.m. IT & Aerospace
  • Deutsche Windguard
  • Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation
  • DMO
  • Drone Days
  • Flugplatz Oldenburg-Hatten
  • Fraunhofer IFAM
  • iMAR Navigation & Control
  • ignite group
  • Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
  • Luftfahrtbehörde Bremen
  • Rheinmetall
  • TOPAS

Harald und Markus Rossol

Staatsrat Jan Fries und Martin Schulze vom RKW Bremen zu Besuch bei b.r.m. IT & Aerospace

Am 7. April hatten wir Staatsrat Jan Fries der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft und Martin Schulze, Leiter der Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen beim RKW Bremen, bei uns am Standort am Airport Bremen zu Gast. Im Rahmen eines Unternehmensbesuchs informierten sich beide über unsere Arbeit an der Schnittstelle von IT-Dienstleistungen und unbemannter Luftfahrt.

Unser Geschäftsführer Harald Rossol erläuterte den Gästen unter anderem die Luftraumdarstellung für unsere UAS-Leitstelle Bremen als zukünftiger U-Space Service Provider. Darüber hinaus ging es um unseren langjährigen Ansatz im Bereich Green-IT und nachhaltige Rechenzentren – ein Thema, das uns seit den Anfängen begleitet und das wir konsequent in die Luftfahrt übertragen haben.

Staatsrat Jan Fries betonte beim Besuch die Bedeutung von Unternehmen wie b.r.m. IT & Aerospace für die nachhaltige Transformation der Bremer Wirtschaft: Hier werde nicht lange geredet, sondern gemacht. Gerade im Mittelstand entstünden so praktische Lösungen, die Klima und Wirtschaft zusammenbringen.

Als Mitglied der Partnerschaft Umwelt Unternehmen im Land Bremen verbindet uns mit dem RKW Bremen eine langjährige Zusammenarbeit. Bereits bei der Entwicklung der Grundlagen für den Blauen Engel in Rechenzentren haben wir gemeinsam mit dem RKW wichtige Vorarbeit geleistet.

Wir bedanken uns bei Staatsrat Jan Fries und Martin Schulze für den Besuch und den wertvollen Austausch.

Den vollständigen Bericht zum Unternehmensbesuch finden Sie auf der Website der Partnerschaft Umwelt Unternehmen.