Drohnendetektion: Warum der Schutz vor Drohnen mit dem Sehen beginnt

Gesperrte Start- und Landebahnen, Überflüge über Industrieanlagen, unklare Sichtungen am Rand kritischer Infrastruktur: Unerlaubte Drohnen sind längst ein reales Betriebs- und Sicherheitsthema. Und so unterschiedlich die Szenarien sind, der erste Schritt ist immer derselbe: man muss die Drohne überhaupt erst sehen. Genau hier setzt Drohnendetektion an, und genau hier bringt b.r.m. IT & Aerospace eine Kompetenz mit, die sich direkt aus der Technologie unserer UAS-Leitstelle Bremen speist.

Ohne Detektion bleiben unerlaubte Überflüge ein Dunkelfeld: Sie finden statt, nur bemerkt sie niemand. Drohnendetektion macht daraus ein Hellfeld. Aus unbemerkten Vorfällen werden sichtbare, nachvollziehbare und belastbar dokumentierte Ereignisse.

Erkennen, verfolgen, einordnen

Detektion heißt für uns dreierlei: erkennen, verfolgen und einordnen. Dafür gibt es nicht die eine Technologie, sondern ein Zusammenspiel. Spezialisierte „Low-Slow-Small”-Radarsysteme erfassen kleine, langsame und tief fliegende Objekte, die klassische Radare übersehen. Die Funk- bzw. RF-Signaturanalyse liest die Kommunikation zwischen Drohne und Steuerung mit und erlaubt oft eine frühe Erkennung und Typisierung. Elektro-optische, Infrarot- und akustische Sensorik ergänzen das Bild vor allem zur Verifikation und dort, wo die Funklage eingeschränkt ist. Und schließlich machen sich angemeldete Drohnen über Remote ID und ADS-L selbst sichtbar: So lassen sich legale, kooperative Flüge zuverlässig von unbekannten unterscheiden.

Entscheidend ist, dass keine dieser Technologien für sich allein genügt. Jede hat blinde Flecken. Wetter, Umgebung oder die Bauart einer Drohne können sie an ihre Grenzen bringen. Erst die Fusion mehrerer Quellen erzeugt ein konsistentes Lagebild mit belastbaren Tracks, wenigen Fehlalarmen und nachvollziehbaren Alarmen. Dieses Zusammenführen vieler Einzeldaten zu einem verlässlichen Bild ist unsere Kernkompetenz aus dem Leitstellenbetrieb: Die Datenverarbeitung läuft in unserem eigenen Rechenzentrum, Sensoren und Drittsysteme binden wir über stabile Schnittstellen an.

Vom Flughafen bis zum Hafen

So unterschiedlich wie die Technik sind die Einsatzorte. An Flughäfen und Verkehrslandeplätzen geht es um den Schutz des Flugbetriebs, integriert in bestehende Safety- und Security-Abläufe. Energie- und Wasserversorger brauchen Frühwarnung und Perimeterschutz, Häfen und Industrieanlagen ein Lagebild für weitläufige Gelände, Justizvollzug und Behörden eine belastbare Dokumentation von Schmuggel- und Ausspähflügen. Wichtig dabei: Die reine Detektion, also das Erkennen und Aufzeichnen von Drohnen, ist von der Abwehr zu unterscheiden und für Betreiber grundsätzlich zugänglich. Zu beachten sind Datenschutz und Zuständigkeiten je nach Einsatzort. Wir helfen, Detektion von Anfang an rechtssicher und auditierbar aufzusetzen.

Dass unsere Konzepte im Ernstfall tragen, prüfen wir unter realen Bedingungen: Am Hatten-UAS German Flight Center am Flugplatz Oldenburg-Hatten vergleichen wir Sensoren, messen Erkennungsraten und spielen echte Einsatzlagen durch.

Sie möchten wissen, welche Drohnen sich über Ihrer Anlage bewegen? Sprechen Sie mit uns unter +49 421 34 14 94 oder brm@brm.de.